Beispiele:
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Ursache
Mein Wagen springt nicht an
der Motor streikt
ich kann nichts finden
Der Mechaniker sagt:
„Die Kolben sitzen fest
zu viel Blut im Öl!“
Aus dem Buch: „GRENZ-Erfahrungen“(ISBN 3-00-016466-9) Alheimer Verlag
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Anfang
(Auszug)
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Als Adam wieder mal im Paradies umherwandelte, sagte er plötzlich zu Gott: „Gott mach was, mir ist langweilig“ und Gott nahm sich seines Wunsches an und überlegte sieben Tage und Nächte. Schließlich hatte er eine Lösung gefunden.
Er sagte Adam: „Dann musst Du mir einen Teil Deines Körpers zur Verfügung stellen, das kleine Stückchen Haut, was da so unnütz rumschlabbert.“ Also gab Adam, Gott das kleine Stückchen Haut - und Gott erschuf den Fußball (Übrigens wird in einigen Gegenden das Stückchen Haut heute noch geopfert).
Adam sah den Fußball und war hell auf begeistert, aber auf einmal runzelte er die Stirn. „Gott, mit wem soll ich den Fußballspielen?“ Tja mein Kind, daran hatte Gott nicht gedacht und so musste er sich herabbemühen und mit Adam Fußballspielen.
Nach einigen Tagen jedoch hatte Gott zum einen keine Lust mehr und zum anderen musste er sich schließlich auch mal wieder um seinen Job kümmern und er sprach also zu Adam: „Gib mir mal ´ne Rippe, ich werde Dir einen Klon bauen.“
„Aber Gott, ein Klon würde doch genauso agieren wie ich, das ist doch öde.“ Da musste sogar Gott dem Adam Recht geben. Also nahm er die Rippe, manipulierte wieder ein wenig an den Genen und erschuf Eva, was so viel hieß wie *Erste Verdoppelung Adams*. Er sah Adam so ähnlich, wie ein Ei dem anderen, hatte aber ein anderes Wesen – und wie sich herausstellte – überhaupt kein Interesse an Fußball.
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Aus dem Buch:
„Frieden“ – Anthologie der Autoren 3 (ISBN 3-935982-37-2) Web Site Verlag
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Alle Möglichkeiten
Auf die Welt kam ich
nackt wie Krögers Arsch
Entsäugt brach
ich mich
durch Kindergarten
Schule
und Lehre
Die Arbeit
hielt mich
nicht lange
Hartz Vier
nahm mich
auf sich
und ich Hartz Vier
auf mich
Zu wenig
zum Leben
oder sterben
Ich schlug
mich durch
die und das Fressen
der Reichen
Befehlsempfänger
dingten mich fest
kurzzeitig
Die Brücke
ist hoch
über mir
gleich
schlag ich
auf...
Aus dem Buch: „Best Underground Lyriks 2006“ (ISBN 978-3-9810222-4-7) Acheron Verlag
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Grenzwerte
(Auszug)
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„Wie sieht es aus?“ Die Stimme reißt mich aus meinen Überlegungen.
Ich sondiere kurz die Lage und gebe zurück: „Alles in Ordnung!“
„Du wirkst abgelenkt, konzentrier dich gefälligst auf Deine Aufgabe“
Wenn diese Stimme nur nicht so nervend wäre.
„Entschuldigung, wird nicht wieder vorkommen“ heuchle ich, um wieder Ruhe zu haben.
Die Antwort war wohl in Ordnung, denn es bleibt still.
Ich widme mich wieder meinen Gedanken, jetzt ist es also soweit, sie müssen gerade gestartet sein. Es kann nicht mehr lange dauern bis sie hier sind.
Die Vorfahren des einen Streiters kamen ursprünglich aus Wilmandingen, ein kleines Dorf am anderen Ende des Weges. Wilmandingen liegt etwa 750 Meter über dem Meeresspiegel und muss wohl ursprünglich mal von auswärtigen Besatzern gegründet worden sein. Zumindest munkeln dies einige Menschen aus Talheim. Ist mir eigentlich egal, aber bei dem Begriff „Besatzer“ muss ich auch unwillkürlich an meine unangenehme Aufgabe denken.
Ein Fuchs taucht aus dem Dickicht auf und hält seine Schnauze schnuppernd in den Nebel. Er scheint etwas zu wittern. Dann sieht er den Vogel, der etwas entfernt auf einem Strauch sitzt. Vorsichtig schleicht er näher und als er nahe genug ist, macht er einen mächtigen Satz nach vorne. Der Vogel bemerkt ihn in letzter Sekunde und entkommt gerade noch. Der Fuchs kracht in den Strauch, rappelt sich kurz auf und verschwindet wieder in der Tiefe des Waldes. Zurück bleibt ein abgebrochener Zweig.
Eine Überlegung drängt in mein neuronales Netz, neue Verknüpfungen entstehen...
Wieder bricht diese aufdringliche Stimme zu mir durch. „Wir werden in Kürze einen Beta-Test durchführen, dafür werden wir jetzt Dein Energiefeld abschalten, halte Dich bereit.“
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Aus dem Buch: „Weltenweber“ (ISBN 3-938882-23-9) Lerato Verlag
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tomaten
rote tomaten gelbten halb
pflücker korbte frisch gereifte
pflücker korbte frisch gegelbte
erde matschte längst gefallne
pflücker korbte frisch gefallne
schmecker mißschmeckte gereifte
schmecker mißschmeckte gegelbte
schale gereifte, gegelbte, gefallne
er presste schale tomaten
anbote bot an
im saftladen 3-fuffzich
Aus dem Buch: „Danach“ (ISBN 3-929274-04-3) Halterner Druckerei HG:Harlammert/Freitag/Märkert
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Thunfischsalat
(Auszug)
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Die Musik der Grillen setzte ein und Zwiebelchen fing an zu tanzen, erst hin, dann wieder her, nach vorne und wieder zurück und bliebt dann lasziv an der linken Seite der Bühne angelehnt stehen. Dann stieß sie sich ab, fasste sich langsam an ihre rechte obere Hälfte und begann an ihrer Schale zu ziehen. Vorsichtig, aber stetig streifte sie ihre erste Hülle nach und nach ab. Eine Möhre hatte sich bei diesem Anblick so weit vorgelehnt, dass sie von der Wurzel fiel und bäuchlings auf zwei Erbsen landete. Diese waren, dieses plötzlichen Umstandes wegen, natürlich erst mal ziemlich platt. Das Glas musste so lachen, das im ein bisschen Senf unter dem Deckel entwich und auf Herrn Tunfisch spritzte, der allerdings die Vorstellung der Zwiebel so scharf fand, das er gar nichts davon mitbekam. Die Zwiebel tanzte indes, ohne sich durch den Vorfall irritieren zu lassen, einfach weiter und überzeugte mit einer Eleganz, die man sonst nur einer Tomate zugetraut hätte. Schicht für Schicht entblätterte sie sich und alle starrten wie gebannt. Die beiden Erbsen, die so in Mitleidenschaft gezogen worden waren, saßen nun, wohl als Wiedergutmachung, auf Möhres Kopf und konnten somit nun auch viel besser sehen. Schließlich war es soweit, Zwiebel stand splitterfasernackt vor ihrem Publikum, welches vor Begeisterung tobte und grölend eine Zugabe forderte. Andere wiederum, waren so gerührt von der Vorführung, dass ihnen sogar die Tränen kamen. Alles war toll – als plötzlich ein lauter Knall die ausgelassene Stimmung je verstummen ließ. Und dann sahen sie sie, die Kartoffelsalatbande hatte sich bis auf wenige Meter Rangeschlichen. Doch eine Gurke hatte, wohl aus versehen, auf eine Knallerbse getreten, die anscheinend heimlich den Zwiebelstrip beobachtet hatte. Nun war schnelles Handeln angesagt, die Zwiebel raffte ihre Schalen an sich, warf einige davon durch die Luft, um den Angreifern die Sicht zu nehmen und rollte sich durch den Bühnenausgang nach hinten weg, die Möhren schnappten sich die Erbsen, die ja wegen ihrer Größe nicht so schnell vorwärts kamen und hechteten hinter der Zwiebel her. Der Tunfisch startete seine Dose so schnell, das Öl hinten überschwappte, was ein kluger Schachzug war, denn einer der Kartoffelköpfe, der ihn fast erreicht hatte, rutschte auf dem nun glatten Untergrund weg und fiel direkt auf die hinter ihm rollende Wurst, was im drei blaue Augen bescherte.
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Aus dem Buch: „Firio Maonara“ – Rezepte von den Kochfeuern der Elben (ISBN 1-933-14012-7) Intrag Publishing
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Dichter Talerbar
Mancher glaubt - für sich allein
handwerklich begabt zu sein
und so folgt er voller Liebe
seinem starken Basteltriebe
So auch Knut von Talerbar
der seines Zeichens Dichter war
und sparsam bis ins letzte Glied
weshalb er auch den Klempner mied
Sei es einer Brause wegen
Wasserrohre zu verlegen
oder Gasherd anzuschließen
alte Muffen zu vergießen
dies, und viele andre Sachen
alles wollt er selber machen
Als jetzt neulich Tante Spar
endlich eingeschlafen war
also abtrat aus dem Leben
sprich den Löffel abgegeben
erbte Knut nun, ei der daus
Tante`s kleines, altes Haus
Kaum war rechtlich alles klar
stand er mit dem Werkzeug da
Denn nun hieß es renovieren
Decken streichen, Tapezieren
Kabel legen und verstecken
Wasserrohre abzuchecken
und zur Not, bei diesen Dingen
auch einmal den Hammer schwingen
Dies hier wäre nicht geschrieben
hätte Knut nicht übertrieben
doch er musste sich beweisen
bog die Rohre, schnitt das Eisen
das aus unbestimmtem Zwecke
gerade in der Zwischendecke
wo die Leitung hingehörte
seine Wirkungskreise störte
Also raus mit diesen Sachen
die dem Manne Ärger machen
So, nun war es fast geschafft
und mit etwas Körperkraft
noch ein Röhrchen eingezogen
in den Hohlraum, bis zum Bogen
wo er jenes dann verschraubte
bis es dicht sei, wie er glaubte
Hätte er doch nur gesichtet
ob die Leitung gut gedichtet
schon mit einer Taschenleuchte
sähe man die erste Feuchte
wenn das Wasser aufgedreht
doch für ihn war dies zu spät
Hatte Knut doch unverdrossen
alle Löcher erst verschlossen
das er keine Zeit verlöre
und der Dreck nicht weiter störe
ja er wollte, kurzer Dinge
alles sauber, wenn es ginge
Nachts darauf fing irgendwann
Tropf für Tropf zu tropfen an
bald schon leise durch die Decken
wohl um Knut nicht aufzuwecken
knacken, zischen, zögernd bloß...
... doch - dann brach die Hölle los
krach und bruch und splitterknall
Wasserfluten überall
Kabel schwirrten durch den Raum
Knut fuhr hoch, aus tiefstem Traum
kurz noch sah er Funken sprühen
dann schien alles hell zu glühen
Strom durchschlug ihn, bis zur Sohle
schreiend barst die Deckenbohle...
kra - krawumm -
da brach das Haus entzwei
...
und - die Ruhe trat herbei
(nur bei näherem belauschen
hörte man noch Wasser rauschen)
Nachruf:
Geld wie Heu - ein Sarg aus Zinn
und er wurd Fünfzig - immerhin
Merke (mit Zeigefinger erhoben ;-) :
Ein guter Dichter kann mitnichten
so hier und da mal schnell was dichten
denn geht`s um Rohre, nicht um Reim
sollt nur ein Klempner - Dichter sein
Aus dem Buch "2010" ISBN (978-3-8196-0750-9) Universitätsverlag Brockmeyer
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Haarausfall
(Auszug)
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„Du Papa - gibst Du mir ein paar Euro, ich will mit Eberhard ins Kino?“
Richard ließ von seiner Arbeit ab, schaute seinen Sohn nachdenklich an und meinte dann mit ernster Mine:
„Harry - Du hast doch gerade erst Taschengeld bekommen. Wenn Du jetzt nichts mehr hast, bist du selbst Schuld!“
Er wandte sich ab und widmete sich wieder seinen Tätigkeiten.
„Na gut.“ erwiderte Harald und zog einen Flunsch.
Nachdenklich drehte er mit seinem rechten Zeigefinger in den Haaren. Das tat er immer, wenn er irgendwas ausbrütete. Nach einer kurzen Pause fragte er dann:
„Du Papa.“
„Ja.?“ Sein Vater wandte sich ihm wieder zu.
„Du Papa, darf ich dich mal was fragen?“
„Ja.“
„Du Papa, wo kommen eigentlich Haare her?“
„Wie bitte?“ fragte Richard verblüfft.
„Wo kommen die Haare her?“
„Hm - die Haare“ wiederholte sein Vater grübelnd.
„Ja“ setzte der Junge nach „Du bist doch ein Haarstylist, Du musst dass doch wissen.“
Irritiert schaute der Haarkünstler ihn an und sagte dann schließlich:
„Naja, aber ich style ja nur die Haare.“
„Also weißt Du nicht wo die Haare herkommen?“
„Öhh, doch, sicher - Haare - Haare wachsen einfach aus dem Körper.“
„Auch aus den Ohren?“
„Auch aus den Ohren!“
„Und aus der Nase?“
„Ja, und auch aus der Nase können Haare wachsen!“
„Und was sind Schamhaare?“
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Aus dem Buch: „Schreibsucht“(ISBN 3-935982-46-1) Web Site Verlag
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Heisse Liebe
Und er ging für sie durchs Feuer
ist barfuss durch die Glut gerannt
doch für ihn kam bald ein Neuer
denn er war völlig abgebrannt
Aus dem Buch: „Volles Rohr gedichtet“ (ISBN 3-833407-54-9) BoD-Verlag
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Seltsam, keiner geriet in Panik, als das Luftschiff in den Wolken versank.